Der Olivenbaum, auch echter
Ölbaum genannt, ist ein mittelgroßer, oft knorriger Baum, der seit
dem 4. Jahrhundert als Nutzpflanze kultiviert wird. Als langsam
wachsender, immergrüner Baum kann er mehrere Hundert Jahre alt und
bis zu 20 Meter hoch werden. Er ist sehr widerstandsfähig bei Hitze
(jedoch nicht gegen Frost) und gedeiht daher am Besten in
mediterranem Klima.
Die Früchte des Baumes, seine Oliven, sind wegen ihrer
Bitterkeit direkt vom Baum kaum genießbar. Daher werden diese nach
der Ernte eingeschnitten und in Salzlake eingelegt. Diese entzieht
der Olive ihre natürlichen Bitterstoffe. In den Handel kommen
schwarze, wie auch grüne Oliven. Dabei sind die schwarzen Oliven
die ausgereiften Früchte. Die grünen Oliven würden bei einer
längeren Reifezeit am Baum ebenfalls schwarz werden. Jedoch sind
auch diese "unreifen" Oliven nach dem Einlegen ebenso
genießbar.

Wirtschaftlich wohl am bedeutendsten ist die Gewinnung von Olivenöl.
Hierfür werden die Oliven entweder per Hand geerntet oder mit
Maschinen von den Bäumen gerüttelt, anschließend samt Kern
gehackt, mit Wasser vermischt und gepresst. Für die Herstellung
eines Speiseöls wird nur das Öl aus erster Pressung verwendet.
Besonders hochwertig wird dieses durch das schonende
Tropf-Verfahren: hierbei wird nur durch das Eigengewicht der
Früchte das wertvolle Öl herausgedrückt. Nun wird das Wasser
wieder vom Öl getrennt - entweder in der Zentrifuge oder einfach
durch Ruhen lassen des Gemisches. Durch den hohen Anteil
ungesättigter Fettsäuren gilt Olivenöl als sehr gesund und wirkt
sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System und den Fettstoffwechsel
aus. Extra natives Olivenöl besitzt sogar geringe Dosen eines
entzündungshemmendes Wirkstoffes.
Die Reste der Olivenölherstellung werden meist für die
Herstellung von Kosmetika sowie Medizin verwendet. Schon die
alten Griechen verwendeten normales Olivenöl bei trockener Haut und
linderten damit Juckreitz. Auch den Blättern des Olivenbaumes wird
eine schlaffördernde Wirkung, sowie eine Regulierung des
Cholesterinspiegels nachgesagt.
Auch in der Bodenindustrie spielt das Olivenbaumholz eine
immer größer werdende Rolle.
Ein
Sprichwort sagt:
„Nimm Salz wie ein Geizhals,
Essig wie ein Weiser,
Olivenöl wie ein Verschwender
und mische alles wie ein Narr!“
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