Retsina
(Ρετσίνα)
Das
Bild eines perfekten Urlaubs:
Sonne,
Strand und Meer - und dazu einen kühlen Retsina.
Retsina
gilt außerhalb Griechenlands wohl als DER typisch griechische Wein.
Es handelt sich um einen (meist weißen) Tafelwein, der mit Harz
versetzt wird.
Die
Geschichte des Retsina:
In der Antike wurde Wein in Amphoren oder Schläuchen aus Ziegenfell
aufbewahrt. Die alten Hellenen hatten ein Problem mit der
Haltbarkeit und Lagerung des Weines. Sie haben das Problem gelöst,
indem Sie ihre Amphoren und Krüge oben mit einer Schicht aus
Pinienharz, Öl und manchmal auch Gips abdichteten. (Flaschengärung
gab es damals noch nicht). Diese Schicht dichtete den Wein gegen den
Sauerstoff ab und das Harz gab sein Aroma an den Wein weiter.
Man gewöhnte
sich an den Geschmack und kultivierte ihn. Heute wird während der Gärung
Kiefernharz zugegeben um diesen Geschmack zu erhalten. Nach aktuellen
Bestimmungen darf einem Hektoliter Retsina höchstens ein Kilogramm
Pinienharz beigemengt werden.
Hierdurch
wird vor allem die Oxidation des Weines verhindert. Bei der
Weinbereitung ist dies ein sehr wichtiger Vorgang, der nur in
kontrollierter Form gewünscht ist. Bei unkontrolliertem Oxidieren
wird der Wein häufig „sauer“. Kaiser Napoleon III. (1808-1873)
beauftragte bereits 1863 den Chemiker Louis Pasteur (1822-1895) zu
untersuchen, warum so viel Wein bei der Herstellung verdirbt.
Pasteur stellte fest, dass zu viel Kontakt mit Luft die Ausbreitung
von Essigsäure-Bakterien begünstigt und damit der Wein zu Essig
wird. Deshalb haben die alten Griechen schon lange vor Pasteur ihren
Wein mit Öl und Harz abgedichtet. (Pasteur hat aber auch entdeckt,
dass geringe Mengen Sauerstoff die Weinentwicklung positiv
beeinflussen können.)
Das dem Retsina beigegebene Harz verbleibt jedoch nicht im Wein
sondern wird beim sogenannten Schönen und Filtrieren (erster
Abstich) des Weines entnommen. Der unverwechselbare Geschmack hat
sich bereits entwickelt.
Die wichtigsten
Erzeugungsgebiete sind Attika, Euböa und Böotien (im südlichen
Mittelgriechenland in der Nähe von Athen). Außerhalb Griechenlands
wird Retsina nur noch in Zypern erzeugt. Die bekanntesten
Retsinamarken sind Malamatina und Kourtaki.
Retsina
sollte nur jung, also im ersten oder zweiten Jahr getrunken und
immer gekühlt (7 bis 9 Grad) serviert werden. Dann hat er seine
meist hellgelbe Farbe und seinen typischen Harz-Geschmack.
Er passt sehr gut zu Vorspeisen, Fisch- und Fleischgerichten.
Im Sommer
schmeckt er auch halb/halb mit Cola (hier scheiden sich jedoch die
Geister).
In diesem
Sinne: Prost und για
μας