Nach oben ] Kastro ] Aegina ] Hydra ] Athen ] [ Kefalonia ] Neu!!! und bald geht´s weiter mit weiteren Berichten und Bildern...!

~ Ausflug nach Kefalonia ~           (Juli 2009)

 

Nur kurz vorweg:

Planen ist nicht so unsere Stärke :o)

 

Unser Ausgangspunkt war der Hafen von Kastro-Kyllini – dort buchten wir eine Schiffsüberfahrt zum Hafen von Poros auf der Insel Kefalonia. Unser Vorhaben war, direkt im Hafen angekommen, einen Roller (oder ähnliches) zu mieten und damit etwas die Insel zu erkunden.

Nach der kurzen Überfahrt stellten wir jedoch fest, dass in diesem Hafen echt tote Hose ist. Direkt am Hafen gibt es weder Geschäfte (geschweige denn eine Fahrzeugvermietung), noch Unterkünfte oder zumindest Taxis. NOCH guter Dinge machten wir uns auf den Weg ins Zentrum von Poros. Das heißt: zu Fuß den Trampelpfad entlang der Straße bergauf und dem Zentrum entgegen wieder bergab. In Poros angekommen stellten wir fest, dass gerade Mittagszeit ist und somit die Geschäfte geschlossen haben. Also erstmal einen Frappe trinken und den Ort erkunden. Trotz der Urlaubszeit ist Poros ein recht verschlafener Ort – in dem man hauptsächlich Einheimische trifft. Insgesamt nicht unbedingt sehenswert.

Die einzige Fahrzeugvermietung am Platz teilte uns dann freundlicherweise mit, dass alle Roller bereits vermietet sind, wir den falschen Führerschein haben und ein kleines Auto für 24 Stunden € 70,-- kostet. Na Danke!!

Das veranlasst uns dazu, mit dem Taxi-Boot in den nächsten Ort zu fahren. (Der Kapitän des Bootes saß zuvor im Cafe neben uns) Für ca. € 7,-- pro Person saßen wir 60 Minuten später in dem kleinen Boot und düsten an der Küste entlang in das südlich gelegene Skala. Die Fahrt war etwas improvisiert aber auf jeden Fall eine gute (Zufalls-)Idee. Nach dem einen oder anderen kurzen Zwischenstopp hatten wir unser Ziel erreicht und erkundeten (immer noch mit der schweren Reisetasche bepackt) den, etwas touristischer ausgelegten, Ort.

Zwei Fahrzeugvermietungen später wussten wir dann, dass der Roller nur für 48 Stunden zu vermieten ist und dann soviel kostet wie ein Auto in Poros. Die Preise für einen Mietwagen habe ich aus gutem Grund verdrängt. (Ich erwähne jetzt auch nicht, dass wir mit dem Taxi zurück nach Poros gefahren sind und dort das Auto für 24 Stunden gemietet haben) :o)

Endlich mit einen mobilen Untersatz (und der Reisetasche im Kofferraum) – ging´s erst mal an den Kiesstrand von Poros zum Baden. Nach einem lecker Mittagessen in einem der unzähligen Restaurants am Weg waren wir dann auch wieder guter Dinge und genossen die Rundfahrt mit unserem kleinen roten Flitzer. Das Landesinnere ist sehr hügelig und felsig – es wachsen hauptsächlich Olivenbäume und Zypressen.

Mit unserem Inselplan ging es dann an der Ostküste entlang Richtung Sami. Dort angekommen suchten wir erst mal eine Unterkunft. Wie sich herausstellte sind die Hotels sehr teuer, jedoch kann man in den Pensionen mit den Inhabern etwas handeln und einen akzeptablen Preis vereinbaren.

Kaum hatten wir das Zimmer inspiziert ging es weiter an den Antisamos-Strand. Auf einer kurvigen Bergstraße geht es in Richtung Strand – an deren Ende kostenpflichtige „Parkgelegenheiten“ auf die Besucher warten. Wir waren wohl etwas spät dran, denn wir waren fast alleine – was auch daran gelegen haben könnte, dass die Sonne so tief hinter dem Berg stand, dass der Strand zwischenzeitlich komplett im Schatten lag. Der Strand ist vor allem durch den Film „Captain Corelli´s Mandolin“ bekannt. Durch den groben Kies ist das Wasser glasklar. Es bietet sich eine wunderbare Kulisse von direkt ins Meer abfallenden, dicht bewaldeten Hängen. Für die (bei Sonnenschein wohl vorhandenen) Touristen stehen eine Bar, ein Restaurant und ein Kiosk bereit.

Nachdem wir geschätzte 300 Fotos gemacht haben, hieß es hübsch machen und auf ins abendliche Treiben von Sami. Die Hafenpromenade wird abends für den Verkehr gesperrt und die Geschäfte, Restaurants und Cafes machen sich breit. Die Entscheidung für ein Restaurant trifft man am besten spontan, je nachdem welches Angebot die aktuelle Stimmung am besten trifft. Von gekochten, einheimischen Gerichten bis hin zum Wrap-to-go ist alles zu haben. Ein abendlicher Spaziergang rentiert sich hier garantiert denn die Geschäfte haben bis spät am Abend geöffnet.

Am nächsten morgen starteten wir, nach einem Frühstück an der Hafenpromenade, zum zweiten Teil unserer kurzen Rundfahrt. Unser Ziel: Melissani. Der, in einer Grotte gelegene, unterirdische See ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Über eine Treppe gelangt man zu einem Steg, von dem aus der See mit Ruderbooten umrundet wird. Außer dem Souvenir-Shop am Ausgang gibt es hier nichts (nicht einmal ein Cafe!!) :o)

Leider mussten wir uns jetzt auch wieder auf den Rückweg machen – den Hauptort Argostoli haben wir daher nur aus der ferne gesehen. Schnell noch das Auto in Poros zurückgegeben – die nette Dame dort solange bequatscht bis sie uns zum Hafen gefahren hat - dort den letztlich doch recht gelungenen Ausflug nach Kefalonia bei einem Abschluss-Frappe Revue passieren lassen und mit der Fähre zurück aufs Festland.

 

Fazit:

Beim nächsten mal werden wir mehr Zeit einplanen und unser eigenes Auto mitnehmen – das haben wir am Festland zurückgelassen in der Hoffnung, mit dem beim Ticket gesparten Geld auf Kefalonia einen Roller mieten zu können. Für eine richtige Inselrundfahrt sollte man jedoch mit einem nicht so schwach motorisierten Auto fahren – unser gemieteter Chevrolet Matiz hat sich an der ein oder anderen Steigung schon schwer getan :o)

Zuvor müssen wir aber erst alle anderen Inseln Griechenlands abarbeiten!!

 

Bucht zwischen dem Strand Antisamos und Sami

Home ] Kastro ] Aegina ] Hydra ] Athen ] [ Kefalonia ]